Nach grade einmal 105 Spielminuten war das Trauerspiel aus Sicht des TVM abgehakt und die zweite Rückrundenniederlage besiegelt – 0:9. Dabei spiegelt das Ergebnis durchaus nicht die größtenteils guten Leistungen der Meerholzer Akteure wieder, die trotz erbitterter Gegenwehr nicht mit einem Spielgewinn belohnt wurden.
Die Reisestrapazen mehr oder weniger gut überstanden, (die Fahrt ins benachbarte Lieblos wurde auf Grund abenteuerlicher Straßenverhältnisse zum Geduldsspiel) gingen wir mit 3-fachem Ersatz in die Begegnung. In dieser Aufstellung wird man den TVM I wohl auch nie wieder sehen. 1. Einschütz; 2. Bea; 3. Walther; 4. Krieg; 5. Ballreich; 6. H. Bieber.
Und schon die Doppel ließen auf einen eindeutigen Spielverlauf hindeuten. Unser aus der Not formiertes Spitzendoppel Hartmut/Walther versäumten es im ersten Satz gegen Blum/Burger den Sack zu zumachen und konnten in den folgenden Sätzen die immer sicher werdenden Liebloser nicht mehr stoppen. Auch die Kombination Ralf/Kai hatte nicht ihren besten Tag erwischt und konnte gegen Kreuder/Helmke beim 0:3 nichts ausrichten. Im 3er Doppel leisteten Matthias/Dominik zwar in jedem Satz heftige Gegenwehr, doch mit einer Differenz von ganzen sechs Punkten (!!!) mussten auch die beiden sich letztlich 0:3 geschlagen geben – der denkbar ungünstigste Start!
In den Einzeln sollte es zumindest ergebnistechnisch nur unwesentlich besser laufen: Nachdem Blum im ersten Satz noch größere Probleme mit Walthers Material hatte und wir so den ersten Satzgewinn bejubeln durften (11:7), stellte sich der Liebloser Spitzenspieler immer besser auf unseren Materialkönig ein und drehte die Begegnung. Dann war Ralf an der Reihe. Schon vor dem Spiel gegen Kreuder im Gefühl des sicheren Sieges – “Das gibt einen lockeren Sieg für mich” – wurde unser Selbolder Bewegungstalent seiner selbsternannten Favoritenrolle nicht gerecht und musste beim 7:11 im fünften Satz seinem Gegner zum Sieg gratulieren.
Der letzte verbliebene 1. Mannschaftsakteur Kai bot in der Folge das wohl ansprechenste Spiel des Abends. Trotz zweimaligem Satzrückstandes gegen Burger kämpfte er sich – ungewohnt wie befreit aufspielend – in einen Entscheidungssatz. Doch hier fehlte ihm das nötige Quäntchen Glück zur Überraschung. Nun folgten unsere wahren Trümpfe, die 1.KK-Verstärkungen. Den Anfang machte Dominik. Nach zwei engen ersten beiden Sätzen, die mehr oder weniger verdient an Lukas gingen, erwischte “DoDo” einen sensationellen dritten Satz, den er mit 11:4 nach Hause spielte. Im vierten schien jedoch alles seinen erwarteteten Lauf zu nehmen, Lukas ging schnell mit 3:9 in Führung. Dominik jedoch spielte jetzt wie befreit und kam auf 10:10 heran…..Um letztendlich mit 10:12 gefrustet den Tisch zu verlassen.
Zwischenstand: 0 – 7. Es folgten die Auftritte von Hartmut und Matthias, aka “Lord Headshaker”. Hartmut bekam es mit Helmke zu tun, der mit seinem sicheren Block und Konterspiel eine unangenehme Aufgabe darstellte. Doch auch hier wusste unsere 1. KK-Fraktion zu gefallen und hielt das Spiel ganz lange offen. Erst durch einige wenige Punkte in den Sätzen drei und vier wurde das Match entschieden; zu Ungunsten des TVM. Die letzten Hoffnungen einem 0:9-Debakel zu entgehen lagen also auf Lord Headshaker, der sich mit Günther einen packenden 5-Satz-Fight lieferte. Durch sein variables Blockspiel und einige sehenswerte Vorhandknaller machte Matthias Günther das Leben bis zuletzt schwer. Ein Punktgewinn für uns lag in der Luft. Doch wie immer an diesem gebrauchten Abend hatten die Gastgeber das bessere Ende für sich, Günther setzte den 3:2-Schlusspunkt.
Fazit: Achtbar aus der Affäre gezogen und etwas unverdient mit 0:9 die Höchststrafe kassiert. Mit dem nötigen Glück wären durchaus drei bis vier Spielgewinne auf unseren Habenseite zu verzeichnen gewesen. Desweiteren hat man gesehen, dass es zwar eine große Lücke zwischen Bezirksliga und 1. KK ist, die jedoch an guten Tagen sehr klein werden kann. Jetzt gilt es für die erste Mannschaft im nächsten Heimspiel einen “Pflichtsieg” gegen Abstiegskandidat Bernbach zu landen, der das Ziel Klassenerhalt so gut wie sicherstellen sollte.

01. Februar 2010 - 22:24 Uhr
Sehr feiner Bericht Herr Krieg :-P
01. Februar 2010 - 22:31 Uhr
Dankeschön ;-) Hoffe, ich hab die Sachlage einigermaßen richtig zu Papier gebracht^^
01. Februar 2010 - 23:52 Uhr
Durchaus – Ja, kann man so sagen!